8. July 2017 - 11:54

Falaysia-Fortsetzung jetzt auch im Buchhandel bestellbar

Liebe Leser,

ab heute kann man den ersten Band der Falaysia-Fortsetzung ‘Lyamar – Fremde Welt – Band 1: Malins Erben‘ auch im Buchhandel als Taschenbuch unter der ISBN: 9783745000498  oder auch direkt bei epubli mit diesem Link bestellen.

Wünsche euch viel Spaß beim Lesen,

eure Ina

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25. June 2017 - 10:47

Falaysia Fortsetzung ab heute erhältlich!

Liebe Leser,

wie schon einige von euch bemerkt haben, ist die Fortsetzung von Falaysia: ‘Lyamar – Vergessene Welt – Band 1: Malins Erben’ jetzt bei Amazon erhältlich.
Hier ist der Link dazu: https://www.amazon.de/dp/B0737VZZBJ

Auch alle anderen Ebook-Shops haben das Buch jetzt:

Kobo: https://www.kobo.com/…/…/ebook/lyamar-vergessene-welt-band-1

Weltbild: https://www.weltbild.de/…/lyamar-vergessene-welt-lyamar-ver…

Thalia: https://www.thalia.de/…/in…/EAN9783739389684/ID70897795.html

Hugendubel: https://m.hugendubel.de/…/ina_linger-lyamar_vergessene_welt…

Bücher.de: http://www.buecher.de/…/products_p…/detail/prod_id/48576588/

ebook.de : http://www.ebook.de/…/ina_linger_lyamar_vergessene_welt_ban…

 

Als Taschenbuch ist es  über

Amazon: https://www.amazon.de/Lyamar-Vergessene-Welt-Malins-Erben/dp/1548343358

epubli: https://www.epubli.de/shop/buch/lyamar-vergessene-welt-band-1-ina-linger-9783745000498/65389

und den deutschen Buchhandel über die ISBN 9783745000498 beziehbar.

 

Viel Spaß beim Lesen! Und für die Schnellleser unter euch gilt wie immer: Bitte nichts spoilen! Wenn ihr mir etwas zu dem Buch sagen wollt, dann bitte über PN. Danke!

Eure Ina

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17. June 2017 - 12:25

Neues zur Fortsetzung von Falaysia

Liebe Leser,

ich habe soeben den ersten Band des Falaysia-Sequels Lyamar – Vergessene Welt – Malins Erben fertig gestellt. Das Buch ist bereits bei der Lektorin und wenn alles glatt geht, kann ich es am nächsten Wochenende veröffentlichen. Für mich heißt das in dieser Woche, nur noch einmal den Inhalt auf mögliche Logikfehler überprüfen und mir Notizen für den nächsten Band machen – dann kann es für euch auch schon mit dem nächsten Abenteuer von Jenna, Marek und Leon losgehen.

Wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende,

eure Ina

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18. May 2017 - 19:11

Zweite Leseprobe von Lyamar – Vergessene Welt – Band 1: Malins Erben

Leseprobe aus dem Kapitel ‚Alleingang‘

 

 

 

Das Bild, das sich ihnen bot, war erschreckend. Vor ihm in einem Lehnstuhl saß ein alter, magerer Mann mit eingefallenen Wangenknochen, dünnem, weißen Haar und dunklen Ringen unter den Augen. Trotz der äußerlichen Veränderungen erkannte Leon den Zauberer in ihm, den sie vor zwei Jahren wie keinen anderen gefürchtet hatten. Nur fehlte die Lebendigkeit und Gefährlichkeit in seinen Augen, der unstillbare Hunger nach Macht. Demeon war ein gebrochener, kranker Mann und Leon empfand beinahe so etwas wie Mitleid für ihn – aber nur beinahe. Die Erinnerungen an den schrecklichen Kampf in Tichuan waren immer noch zu frisch, um schon vergessen zu sein.

Demeon machte einen überraschten, aber nicht erschreckten Eindruck. Er musterte seinen Besuch mit hochgezogenen Brauen und rang sich dann ein minimales Lächeln ab, das nicht über den Hauch von Sorge in seinen Augen hinwegtäuschen konnte.

„Ich würde mich ja über diesen Besuch freuen, wenn ich nicht das üble Gefühl hätte, das der Grund dafür kein erfreulicher ist“, begrüßte er sie und legte das Buch, das er in seinen Händen hielt, auf den kleinen Tisch vor sich. „Marek sagte, dass niemand außer ihm und Enario diesen Ort kenne und ich hier sicher sei. Warum hat sich das geändert?“

„Du bist hier immer noch sicher“, beruhigte Enario den alten Zauberer und setzte sich halbwegs auf den Tisch, an dem der Mann saß. „Ich habe ihnen die Augen verbunden und niemand will dir hier schaden.“

Demeon musterte Sheza und Leon ein weiteres Mal und nickte dann, obgleich die Sorgenfalten auf seiner Stirn damit nicht verschwanden. „Ist ihm etwas passiert?“, fragte er gefasst.

Leon trat einen Schritt näher heran und musterte den Zauberer nun seinerseits. Galt Demeons Sorge tatsächlich Marek und nicht ihm selbst? Wie war das möglich?

„Das wissen wir noch nicht“, sagte er. „Eigentlich sind wir hier, um das herauszufinden.“

Erstaunen zeigte sich in Demeons Zügen und er legte eine Hand auf seine Brust. „Ihr denkt, ich habe etwas damit zu tun?“

„Der letzte Mensch, mit dem gesprochen hat, bevor er verschwand, bist du“, klärte Leon ihn auf. „Wir wollen wissen, worum es in eurem Gespräch ging.“

„Warum hat er dich überhaupt hier versteckt?“, mischte sich nun auch Sheza ein und kam ebenfalls näher.

Demeons schmale Brust hob und senkte sich sichtbar mit seinem nächsten Atemzug, bevor sich seine Lippen erneut zu einem Lächeln verzogen, nur dieses Mal wirkte es ungleich trauriger.

Er würde wahrscheinlich sagen, dass es nur darum ging, seinen Teil unseres Handels zu erfüllen“, erklärte er. „Ich sehe es aber gern als den Beweis dafür, dass ich ihm nicht egal bin, dass er in gewisser Weise noch eine Art familiärer Bindung zu mir fühlt.“

Leon verzog verärgert das Gesicht und fühlte sich animiert, dem Mann klarzumachen, dass niemand etwas anderes als Verachtung und Hass für ihn empfand, doch Sheza kam ihm zuvor.

„Das beantwortet nicht meine Frage!“, sagte sie streng. „Von welchem Handel sprichst du?“

„Ich helfe ihm dabei, die restlichen Zirkelmitglieder zu finden und er sorgt dafür, dass es mir gut geht und niemand mir einen Schaden zufügt“, klärte Demeon sie auf. „Er kam zu mir nur drei Monate nach dem Ende des Krieges, als ich endlich wieder soweit bei Kräften war, dass ich zumindest allein essen konnte. Er wollte alle Informationen, die ich über den Zirkel hier und in der anderen Welt habe im Tausch gegen das Versprechen, für mein Wohl und meine Sicherheit zu sorgen. Selbstverständlich habe ich sofort zugestimmt. Seitdem befinden wir uns in einem regelmäßigen Austausch. Wenn sich neue Fragen auftun, helfe ich ihm dabei, sie zu beantworten und stehe ihm generell mit meinem Rat zur Seite.“

„Und er vertraut dir?“, fragte Leon ungläubig.

„Voll und ganz“, bestätigte Demeon mit einem gewissen Stolz in der Stimme.

Sheza stieß ein verärgertes Lachen aus. „Wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum er jetzt vermisst wird. Du hast in manipuliert und in eine Falle gelockt.“

„Er darf auf meine Erinnerungen zugreifen – die lassen sich schwerlich manipulieren“, wandte Demeon verärgert ein.

„Zauberer arbeiten mit ausgefeilten Tricks“, wusste es Sheza besser. „Ich bin mir sicher, dass ihr selbst das hinbekommt.“

„Ich bin kein Zauberer mehr!“, erinnerte Demeon sie grimmig. „Man hat mir all meine Kräfte geraubt und nun bin ich ein gewöhnlicher Mensch wie ihr. Davon abgesehen verspüre ich nicht das geringste Bedürfnis, Marek zu schaden.“

Nun war es an Leon aufzulachen. „Das ist doch nicht dein Ernst!“

„Mein vollster“, widersprach der alte Mann ihm.

„Er hat dir deine Kräfte entzogen!“, erinnerte Leon ihn.

„Weil er musste“, überraschte Demeon ihn mit großem Verständnis. „Anders war ich nicht aufzuhalten gewesen und ich hätte an seiner Stelle dasselbe getan.“

„Das hast du auch“, erwiderte Leon streng. „Du hast versucht ihn zu töten. Ihn und Jenna … eigentlich uns alle.“

„Ja, weil ich verblendet und nicht mehr bei Verstand war.“

„Jetzt bist du wohl anders“, warf Sheza ironisch ein und schüttelte dabei fassungslos den Kopf. „Glaubst du ernsthaft, dass wir dir das abnehmen?“

Demeon sah sie einen Moment stumm an und seufzte dann leise.

„Es mag sein, dass jedermann mich als finsteren Bösewicht sieht“, sagte er traurig, „aber das ist nicht wahr. Ich habe mich vielleicht von der Macht der Magie verleiten lassen, Böses zu tun, danach zu streben, endlich ganz oben in der Hierarchie zu stehen, endlich derjenige zu sein, der das Schicksal der Welt selbst in den Händen hält, aber ich bin kein böser Mensch. Ich wollte früher Gutes tun wie ihr. Selbst als ich nach Macht strebte, wollte ich damit kein Leid und Elend über die Menschen bringen, sondern dafür sorgen, dass es allen besser geht. Ich habe Marek in dieser Hinsicht nicht belogen. Mein Glaube, dass er und ich zusammen die rechten Regenten für diese Welt wären, war stark und ehrlich.“

„Willst du uns wirklich weismachen, dass du keine Rachegelüste hast?“, stieß Leon aus. „Dass du Marek nicht in eine Falle locken würdest, wenn du es könntest?“

„Niemals!“, erwiderte Demeon mit fester Stimme. „Alles, was Böse in mir war, ist mit meinen übernatürlichen Kräften verschwunden. Ich sehe die Fehler meines Lebens nun mit klarem Blick und versuche sie widergutzumachen, dem einzigen Menschen, der für mich so etwas wie Familie ist, zu helfen.“

„Familie?!“ Leon starrte den Mann vor sich entgeistert an. „Du hast ein Kind seinen Eltern entrissen und darauf vorbereitet, deine Marionette zu sein, hast es in diese Welt geschickt und seinem Schicksal überlassen, in der Hoffnung irgendwann Macht über es zu gewinnen, damit es dich zurück nach Hause und auf den Thron in Trachonien holt.“

„Ja, das ist alles wahr“, stimmte Demeon ihm überraschend zu. „Ich war furchtbar egoistisch und ein großer Teil von Mareks Leid lastet auf meinen Schultern. Dennoch ist mir ein Missgeschick passiert: Ich habe Zuneigung zu dem Kind entwickelt, für das ich ein paar Jahre lang ein Vater sein durfte – kein guter, das gebe ich zu – aber ich war ein Vater. Der Junge wurde gegen meinen Willen mehr für mich als nur Mittel zum Zweck. Ich habe ihn in mein Herz geschlossen, obwohl ich mich dagegen gesträubt habe, und wen du einmal dort hineinlässt, der wird niemals verschwinden, solange ihr beide lebt. Er war meine Familie. Das ist er heute noch und er weiß das.“

„Er hasst dich!“, sagte Leon mit Nachdruck.

Demeon reagierte überraschend auf diese harten Worte. Statt traurig zu sein, lächelte er.

„Nein, das tut er nicht“, widersprach er ihm. „Er redet sich das ein, zeigt es vor anderen, aber das heißt nicht, dass es wahr ist.“

„Das ist doch nicht dein Ernst!“, entfuhr es nun auch Sheza empört. „Er hat dich töten wollen.“

„Nein“, widersprach Demeon ihr weiterhin lächelnd. „Er hat mich gerettet.“

Leon gab ein ähnlich empörtes Schnaufen von sich wie Sheza, doch weder sie noch er selbst kamen dazu, etwas zu sagen.

„Ich weiß, dass niemand von euch das bemerkt hat“, fuhr Demeon ungerührt fort, „aber Marek hat mich beschützt, während ihr mir meine Kräfte entzogen habt. Ohne ihn wäre ich dabei gestorben, wie jeder andere auch, der diese Prozedur vor mir durchgemacht hat. Er hat meinem Körper dabei geholfen, stabil zu bleiben, weil er nicht wollte, dass ich sterbe, weil auch er die Vergangenheit nicht vollkommen vergessen kann. Ich bin immer schon die einzige Konstante in seinem Leben gewesen. Ich habe ihn nie verlassen und das kann ein Mensch, mit einer problematischen Lebensgeschichte wie der seinen, nicht vergessen – selbst wenn er es möchte. Auch ich bin für ihn die einzige Familie, die er noch hat.“

Leon konnte nicht glauben, was Demeon da von sich gab, und hatte große Probleme, dem Mann nicht vor Wut an die Gurgel zu gehen, doch noch konnte er sich beherrschen.

„Das ist eine Lüge“, brachte er erbost heraus. „Mareks leiblicher Vater lebt noch und vielleicht sollte ihm das endlich mal jemand erzählen, damit er sich von dir nicht weiter manipulieren lässt.“

Demeon sah ihn entsetzt an. „Wenn du das tust, richtest du mehr Schaden an, als du dir vorstellen kannst. Ma’harik befindet sich derzeit nicht in einem Zustand, in dem er solche Nachrichten verkraften könnte. Er ist emotional mehr als instabil, seitdem das Mädchen weg ist und ihr wisst wie gefährlich das für einen Menschen mit seinen Kräften ist.“

„Jenna – ihr Name ist Jenna!“, platzte es verärgert aus Leon heraus und wie immer, wenn er an sie dachte, machte sich ein deutliches Ziehen in seiner Brust bemerkbar. Marek war nicht der einzige, der die junge Frau schrecklich vermisste. „Und sie ist nicht irgendein Mädchen, sondern die einzige Person, die Marek wahrhaftig liebt. Tu nicht so, als könntest du die Lücke, die sie hinterlassen hat, füllen!“

„Das mache ich doch gar nicht!“, erwiderte Demeon nun ebenfalls etwas erregt. „Ich weiß, wie sehr ihm die Trennung von ihr zu schaffen gemacht hat und ihn immer noch belastet. Deswegen bitte ich ja darum, ihn nicht zusätzlich emotional zu belasten!“

„Wollen wir nicht endlich zum Wesentlichen zurückkommen?“, mischte sich Enario ein, der bisher unbeteiligt danebengesessen hatte. Ihm schien der Themenwechsel überhaupt nicht zu gefallen, denn zwischen seinen Brauen hatte sich eine energische Falte gebildet. „Wir wissen immer noch nicht, was mit unserem gemeinsamen Freund geschehen ist.“

Leon biss die Zähne zusammen und musste seine Wut vehement zurückdrängen, um schließlich einsichtig nicken zu können.

„Was war das letzte, was ihr miteinander besprochen habt?“, verlangte er zu wissen.

Demeon verzog das Gesicht. „Das kann ich euch nicht sagen. Er will nicht, dass irgendjemand seine Pläne kennt.“

„Als er dir das gesagt hat, wusste er noch nicht, dass er spurlos verschwinden und seine Freunde sich auf die Suche nach ihm machen würden“, erwiderte Leon einigermaßen gefasst. „Das ist ein Notfall, der jegliche Versprechen nichtig macht.“

„Ich kann es euch nicht sagen“, blieb der ehemalige Zauberer stur und erneut kochte die Wut in Leon hoch.

Nicht nur in ihm, denn er konnte Shezas Zähne neben ihm knirschen hören und sah aus dem Augenwinkel, wie sie nach dem Dolch an ihrem Waffengürtel griff. „Doch das kannst und wirst du!“, stieß sie wütend aus.

„Ihr versteht nicht“, erwiderte Demeon und hob die Hand, an der sich ein großer Siegelring befand. „Selbst wenn ich es wollte, könnte ich es nicht.“

Leon runzelte irritiert die Stirn, den Blick auf das eigentlich recht gewöhnliche Schmuckstück gerichtet.

„Marek hat diesen Ring mit einem starken Zauber belegt, der verhindert, dass ich Details über meine Gespräche mit ihm preisgebe“, erklärte Demeon.

„Denkst du wirklich, dass wir das glauben?“, stieß Sheza verächtlich aus.

„Das solltet ihr.“

Die Kriegerin lachte verärgert auf. „Wenn das stimmt, sollten wir ihn einfach loswerden.“

Demeon schüttelte den Kopf. „Man kann ihn nicht abziehen.“

„Nicht?“ Sie hob die Brauen und der Ausdruck in ihren Augen gefiel Leon überhaupt nicht. „Es gibt auch andere Wege.“

Sheza war so schnell, dass Leon nicht mehr einschreiten konnte. Innerhalb von Sekunden hatte sie ihr Schwert gezogen und ließ es unter dem entsetzten Keuchen aller anderen auf Demeons Arm niedersausen. Womit keiner von ihnen gerechnet hatte, war, dass das Schwert wie von einer unsichtbaren Rüstung funkensprühend abprallte und Sheza fluchend zurücktaumelte, weil ihr andernfalls die Waffe aus der Hand gesprungen wäre.

„Bei den Göttern!“, stieß sie mit großen Augen aus und auch Leon war von der Kraft des Zaubers beeindruckt. Demeon hatte die Wahrheit gesagt und Marek seinen Alleingang bezüglich des Zirkels anscheinend gut geplant.

„Der Ring schützt mich gleichzeitig vor Attacken“, fügte Demeon etwas zu spät und mit einem kleinen Schmunzeln an, „wofür ich ausgesprochen dankbar bin.  Selbst wenn der Zirkel mich hier finden würde, könnte er mir nichts anhaben. Ganz davon abgesehen, dass ich jedem zur Last fallen würde, der es wagt, mich mitzunehmen. Ihr habt mich, wie ihr sicherlich schon feststellen konntet, nicht nur meiner magischen Kräfte beraubt, sondern auch der Lebensjahre, die mir durch die Magie geschenkt wurden. Ich bin alt und gebrechlich und kann den Menschen um mich herum tatsächlich nur noch mit meinem Rat zur Seite stehen.“

„Sucht der Zirkel denn nach dir?“, fragte Sheza hellhörig.

„Das könnte passieren“, gab Demeon zu und verzog im nächsten Moment schmerzgeplagt das Gesicht. Anscheinend war auch das schon eine Information, die der Mann nicht preisgeben sollte. Leon war sich sicher, den Ring an seiner Hand leicht schimmern gesehen zu haben.

„Warum?“, hakte Sheza trotzdem nach.

Demeon schloss die Augen und schüttelte den Kopf, worauf die Kriegerin entnervt aufstöhnte. „Das kann doch nicht wahr sein! Unsere einzige brauchbare Quelle, wird von elendiger Magie eingeschränkt! So werden wir weder Marek noch Alentara finden.“

Demeon sah sie alarmiert an. „Alentara ist auch verschwunden?“

Sheza nickte betrübt.

„Dann hatte er recht“, sprach Demeon eher zu sich selbst, als zu ihnen. „Wann ist das passiert?“

„Vor zwei Wochen – warum hat er damit gerechnet?“

„Weil …“ Mehr kam nicht über die Lippen des alten Mannes. Stattdessen verzog er wieder das Gesicht und schüttelte den Kopf.

 

 

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5. April 2017 - 16:54

Rezensionen zu Callboy to Go

Amazon Rezensionen

 

“Mit “Callboy to Go” ist den Autorinnen eine erfrischende Liebesgeschichte gelungen, bei der man die Zeit, aufgrund der steten Spannung, vergessen kann.”

Vollständige Rezension bei ‘BuchBria’

 

“Mia und Chris sind ein herzliches Pärchen, das für turbulente und liebenswerte Lesestunden sorgt. Die Handlung ist spontan, witzig und aufregend beschrieben, die Emotionen und Erlebnisse sind ehrlich und authentisch widergegeben. Also alles in allem ist es eine Geschichte, die sich innerhalb weniger Stunden verschlingen lässt und den Leser positiv aus der Erzählung entlässt.”

Vollständige Rezension bei ‘Merlins Bücherkiste’

 

“Beim Lesen wirkt einem warm und man entwickelt eine große Sehnsucht nach dem Sommerurlaub – so erging es mir wenigstens.”

Vollständige Rezension bei ‘fraeulein_lovingbooks liest’

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22. March 2017 - 11:01

Leseprobe von Lyamar – Vergessene Welt – Band 1: Malins Erben

Prolog

 

 

Ein. Aus. Ein. Aus. Ruhig bleiben. Konzentrieren. Das war alles, worauf es jetzt ankam. Sein Plan war gut. Er würde funktionieren. Sobald der Zauberer in den Kreis der magischen Objekte trat, wurden seine Kräfte ausgeschaltet und er konnte ihm nichts mehr anhaben. Dann konnte man ihn töten, ohne wie beim letzten Mal selbst in Gefahr zu geraten.

Ma’hariks Fäuste schlossen sich fester um den Knauf seines Schwertes und er biss die Zähne zusammen. Da war wieder dieses hohle Gefühl in seinem Bauch, das sich immer weiter ausbreitete, die Stimme in seinem Hinterkopf, die ihn drängte, seinen Platz hinter dem Regal mit den Zauberutensilien zu verlassen; wieder zu gehen, seinen Hass unter Kontrolle zu bringen und dem Pfad der Rache den Rücken zu kehren. Er durfte nicht auf sie hören. Nefian musste gerächt werden! Der Zirkel musste ausgelöscht werden, sonst starben weitere gute Menschen, die das nicht verdient hatten! Niemand außer ihm konnte den Zauberern in dieser Welt die Stirn bieten, sie töten. Es war seine Aufgabe, seine Pflicht, das zu tun!

Ma’hariks Blick schweifte zur Tür der kleinen Hütte, in der er sich aufhielt. Sie wackelte ein wenig durch den starken Wind, der momentan durch das Vorgebirge fegte, knarrte dabei unangenehm, doch niemand öffnete sie. Es waren noch nicht einmal Schritte dahinter zu vernehmen. Vielleicht hatte sich die magische Runenscheibe ja doch geirrt. Ma’harik griff mit einer Hand unter den Mantel, in die seitliche Tasche seiner Weste und holte die ungefähr handtellergroße metallene Scheibe hervor. Von den fünf normalerweise durchsichtigen Steinen, die zwischen den Runenzeichen eingelassen waren, leuchteten vier in einem dunklen rot, was bedeutete, dass der Zauberer jetzt noch näher heran war als zuvor. Und flimmerte nicht auch schon ein winziges Licht in dem letzten Stein in der Mitte? Ja! Das hieß, der Mann musste jeden Moment in der Hütte auftauchen.

Hastig steckte Ma’harik die Scheibe zurück in seine Tasche, stieß dabei jedoch mit dem Ellenbogen gegen etwas hinter ihm, das mit einem Poltern zu Boden ging und ihn erschrocken zusammenzucken ließ. Ein schweres Buch, das nun aufgeklappt neben ihm lag und den Blick auf ein paar alte Pergamente freigab, die man dort hineingelegt haben musste. Er runzelte die Stirn. Das waren Landkarten. Nicht von Falaysia, sondern von einem Land namens Lyamar. Hieß so nicht der andere Kontinent dieser Welt? Und warum waren alle Bezeichnungen in der Schriftsprache der M’atay verfasst?

Zögernd streckte er die Hand danach aus, doch gerade in diesem Moment öffnete sich die Tür der Hütte und der Zauberer trat ein. Ma’harik duckte sich rasch und spähte mit hämmerndem Herzschlag durch die Lücke zwischen den vielen Töpfen und Schalen des Regals. Assarel war ein großer, kräftiger Mann, mit einem langen braunen Bart und ebenso langem Haar, das er zum Teil mit dünnen Zöpfen rechts und links von seinem Gesicht gebändigt hatte. Auf den ersten Blick verriet nichts an ihm, welche Kräfte in ihm schlummerten und welcher machthungrigen, gnadenlosen Gruppe er sich angeschlossen hatte. Er sah freundlich, aber auch ein wenig müde aus und setzte sich nun mit einem tiefen Seufzer auf den Hocker nahe des Eingangs, um sich seine Stiefel auszuziehen. Leider noch außerhalb des magischen Kreises.

Ma’harik versuchte so leise wie möglich zu atmen, sich nicht zu bewegen, doch er saß nun schon derart lange in dieser gekrümmten Haltung da, dass es langsam immer schwerer wurde. Wenn Assarel ihn entdeckte, bevor er in den Schutzkreis trat, würde es äußerst gefährlich und schwierig werden, ihn zu töten. Schon bei seinem letzten Opfer hatte Ma’harik mehr Glück als Verstand gehabt und dass er ein zweites Mal in einem Duell mit einem richtigen Zauberer siegte, war äußerst unwahrscheinlich. Die drei Jahre Training mit Jarej konnten ein ganzes Leben an Erfahrungen nicht aufwiegen.

Der Mann erhob sich nun mit einem weiteren Seufzer, sah kurz hinüber zur Tür und begab sich dann an seinen Tisch und damit endlich hinein in die Falle, die ihm gestellt worden war. Rasch ließ Ma’harik seine Kräfte zusammenlaufen, konzentrierte sich auf die versteckt aufgestellten Kerzen, und ließ die Energie frei. Assarel fuhr erschrocken herum, doch es war schon zu spät. In einer kleinen Stichflamme entzündeten sich die Kerzen und die Runensteine, die Ma’harik ebenfalls ausgelegt hatte, leuchteten hell auf, erschufen den unsichtbaren Käfig, aus dem sich kein Zauberer befreien konnte, der nicht auf die Kraft aller Elemente zugreifen konnte.

Assarel schien das auch schnell zu erkennen, nachdem er tastend seine Hände gehoben und in alle Richtungen bewegt hatte. „Ich hätte das ahnen müssen“, sagte er mit Grabesstimme. „Die anderen haben mich gewarnt.“

Obwohl er jetzt in Sicherheit war, fiel es Ma’harik nicht leicht, hinter dem Regal hervorzukommen und sich dem Mann zu zeigen. Sein langer Mantel besaß zwar eine Kapuze, aber diese ließ sich nicht so weit ins Gesicht ziehen, dass man dieses nicht mehr erkennen konnte. Daran musste er noch dringend arbeiten.

Verblüffung zeigte sich auf Assarels Gesicht, als Ma’harik sich ihm näherte. „Du bist der gefährliche Rächer Nefians?“, stieß er ungläubig aus. „Du bist Na’hadir?“

Ma’harik nickte knapp und blieb außerhalb des Kreises stehen.

„Du bist ja noch ein halbes Kind!“, fuhr der Mann fort. „Wie alt bist du? Fünfzehn? Sechzehn?“

Gut geraten – aber das musste er nicht wissen.

„Spielt das eine Rolle?“, fragte Ma’harik kühl. Endlich hatte er seine Aufregung im Griff!

„Du bist noch jung – du musst das nicht tun“, kam der Mann gleich zur Sache.

„Ah – du meinst, ich habe in dem Alter noch ein Herz, an dem man rühren kann“, erwiderte Ma’harik mit einem verständnisvollen Nicken. „Ich muss dich leider enttäuschen“, er klopfte sich mit der flachen Hand auf die Brust, „da ist nichts mehr, das fühlt.“

Er umgriff sein Schwert wieder mit beiden Händen, während der Zauberer die seinen abwehrend hob. „Warte! Junge! Du begehst einen schwerwiegenden Fehler!“

„Hast du dafür gestimmt, Nefian zu töten?“, stieß Ma’harik nun doch etwas unbeherrschter aus, und das Herz, von dem er behauptet hatte, das es zu keiner Regung mehr fähig sei, zog sich bei diesen Worten schmerzhaft zusammen. „Hast du?!“

„Der Zirkel … sie planen etwas ganz Großes, etwas, das unsere Welt vollkommen aus den Fugen bringen könnte“, wich Assarel seiner Frage aus. „Ich habe mich hier in die Einsamkeit zurückgezogen, weil ich einen Weg finden will, den Plan der anderen zu verhindern. Das musst du mir glauben. Wenn du mich tötest, sind wir alle verloren.“

„BEANTWORTE MEINE FRAGE!“, platzte es ungehalten aus Ma’harik heraus.

Der Zauberer schluckte schwer und senkte schließlich die Hände. Resignation zeigte sich auf seinem Gesicht, ehe er nickte.

Ohne zu zögern, stieß Ma’harik zu, versenkte sein Schwert tief in der Brust des Mannes, der nur noch weit die Augen aufreißen konnte, bevor er mit einem erstickten Röcheln in die Knie ging.

„Kein einziges Zirkelmitglied wird auch nur irgendeinen seiner widerlichen Pläne in die Tat umsetzen“, presste Ma’harik zwischen den Zähnen hervor und zog mit einem Ruck das Schwert aus Assarels Brust, „weil ich sie alle vorher töten werde!“

Der Blick des Zauberers kehrte sich nach innen, dann kippte er zur Seite und sein schlaffer Körper schlug mit einem Rums auf dem Boden auf. Ma’harik wusste nicht, ob der Mann seine Worte noch vernommen hatte, aber das war ihm auch gleich. Wichtig war nur, dass ein weiterer von Nefians Mördern den Tod gefunden hatte. Die Trauer und der Hass in seinem Innerem wurde dadurch nicht geringer, aber die Aussicht, eines Tages nicht mehr Angst vor Verfolgung haben zu müssen, vielleicht sogar ruhiger schlafen zu können, war zu schön, um nicht weiter dafür zu kämpfen.

Es waren schnelle Schritte von draußen, die Ma’harik erschrocken zusammenfahren und das blutverschmierte Schwert erneut heben ließen, dann flog die Tür auch schon auf und er hielt entsetzt den Atem an. Das Gesicht, in das er blickte, war jünger als das seine – ein Junge von maximal fünf Jahren – und das Wort, das das Kind beim Anblick von Assarels lebloser Gestalt ausstieß, ging Ma’harik durch Mark und Bein: „Papa?!“

 

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